Zum Sachverhalt
Auf Kreta gibt es mehrere Gebirgszüge und viele Schluchten die zum Wandern einladen. Immer mehr Wanderer nutzen dieses Freizeitangebot. Das hat zur Folge, dass es auch immer mehr Notfälle zum Teil mit tragischem Ausgang gibt. Da diese landschaftlich sehr reizvollen Gebiete kaum infrastrukturell versorgt sind bekommt ein Notfall hier mehr Brisants als ein Notfall im Alpenraum. Es gibt kaum ein Jahr ohne tödliche Unfälle. Auf Rückfrage unsererseits bei Tourenanbietern, dem Alpenverein Chania oder der örtlichen Feuerwehr erfuhren wir, dass man seit vielen Jahren versucht hatte die Situation zu verbessern man aber mangels technischen Wissens zu keinem Ergebnis kam.

Da wir über das technische Wissen verfügen fühlten wir uns angesprochen hier Abhilfe zu schaffen.
Zur Recherche
Zunächst fehlte es an strukturiertem Vorgehen. Die Frage war wie und wo kommt es zu einem Notfall?
Gibt es eine realistische Möglichkeit für Verunfallte Hilfe zu rufen?
Gibt es eine Meldekette?
Welche Möglichkeiten gibt es einen Notfall sicher melden zu können?
Gibt es eine Berge- bzw. Rettungskette?
Wie viel Zeit vergeht vom Hilferuf bis zum Rettungseinsatz Vorort?
Gibt es geschultes mit geeigneten Bergemittel versehenes Personal?
Wie sehen die Rettungswege aus?
Das Ergebnis der Recherche
Es gibt derzeit großflächig keine Möglichkeit mit herkömmlichen Mitteln das (GSM-Mobilfunk) nutzen zu können.
Gängige Satellitennotrufgeräte können aus verschiedensten Gründen nicht genutzt werden. Satellitennotruf über die Starlink-Satelliten von Elon Musk z. b. scheiden aus, weil sie viel zu unzuverlässig sind.

Die europäischen Anbieter sind derzeit auch nicht in der Lage zuverlässig Notrufe zu übertragen.
Bleibt technisch nur kabelgestützte Notrufstationen zu installieren oder bestehende GSM-Signale aufzufangen und in die nichtversorgten Bereiche zu senden, um dort die Versorgung zu gewährleisten.
Derzeit arbeiten wir an letzterer Lösung.
Erste Tests zeigen trotz anderslautender Aussagen von Herstellern vielversprechend positive Ergebnisse. Zur Versorgung der bislang unversorgten Bereiche in den Weißen Bergen werden wir auf 2100m Höhe in einem ehemaligen Ziegenstall ein Notbiwak und dort auch eine Notrufstation aufbauen, um den Verunfallten bessere Überlebenschancen bis zum Eintreffen der Rettungsteams zu ermöglichen.
Derzeit gibt es keine Meldekette. Die Rettungswege sind unbefestigte Feldwege sehr weit und beschwerlich. Schwerverletzte können hier eigentlich nicht mit Straßenfahrzeugen transportiert werden.
Es gibt derzeit nur die örtliche freiwillige Feuerwehr und den Alpenverein Chania mit ehrenamtlichen Mitgliedern, die sich nach Eingang eines Notrufes auf den Weg machen den verunfallten zu suchen und zu retten.
Laut Aussagen der freiwilligen Feuerwehr bzw. des Alpenvereins dauert es zwischen 8 und 12 Stunden bis Hilfskräfte den Einsatzort erreichen.
Der Lösungsansatz
Das wollen und können wir besser machen.
Wir wollen eine professionelle Meldekette aufbauen und realisieren.
Pupinisierte Kabel zu verlegen (über 4,7 Km können Kabel nur mit Pupinspulen versehen analoge Signale übertragen) scheidet aus Kostengründen vorerst aus.
Sogenannte Schlitzkabel (sehr teuer) wären auch in der Lage GSM-Funksignale zu übertragen (finden Anwendung in Tunnels z.B. U-Bahn)
Wir werden autarke d.h. solar- und akkubetriebene GSM-Repeater Stationseinheiten installieren. Diese können das GSM-Signal bis zu 30 km weit (je nach Antennenart sogar weiter) übertragen.
Der zweijährige Testbetrieb beginnt im Frühjahr 2026!
Wir stellen uns vor die bislang beteiligten Gruppen zusammen zu führen, zu professionellen Rettungsteams auszubilden zu lassen und mit den entsprechenden Rettungsmittel auszustatten.
Wir werden weiter berichten.



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