Am 22.04.2026 trafen wir (Andreas und ich) Herrn Bodagiannis und Vertreter des Alpenvereins Chania zu einem weiteren Informationsaustausch.
Nach einer sehr freundlichen Begrüßung erläuterte ich den technischen Stand und die ersten positiven Ergebnisse. Zudem übergab ich Hr. Badogiannis die erteilten Erlaubnisse der Grundstückseigentümer:
A) Eine Repeaterstation in 1400m Höhe erstellen zu dürfen (Votzakis-Familie) und
B) Eine Notruf -und Notfall Station in dem dortigen Schafstall einrichten zu dürfen (Roussies 2100m Höhe). Weitere Tests werden in den nächsten Wochen durchgeführt.
Wir haben eine technische Lösung erarbeitet und werden diese im Frühling 2026 an zwei Plätzen (Anfang „Roussies“ und Ende eines Hochtales) das bislang keinen Funkempfang hat installieren, um die Tauglichkeit zwei Jahre lang zu testen. Danach werden wir das System sofern es sich bewährt haben sollte, dem Alpenverein Chania übergeben.
Die nächsten Aufgaben werden sein:
- Netzempfang herstellen.
- Notrufzentrale und örtliche Hilfskräfte (Feuerwehr Anopolis) einbinden.
- Überlebensraum (Bivakschachtel o.ä.) schaffen.
- Rettungs –und Bergungsmittel bereitstellen.
- Rettungskräfte (First Responder und Ärzte) aquirieren und ausbilden bzw. laufend trainieren.
Die Feuerwehr von Anopolis ist über deren Mitglieder bereits eingebunden und wird weiterhin informiert. Die Notrufzentrale Chania wird miteingebunden.
Technische Fragen seitens der anwesenden Mitglieder wurden beantwortet.
Wir haben Muster zur Ansicht mitgebracht und zeigten die Funktionsweise der Empfangs –und Sendeantennen plus den Repeater auf. Nächster Test wird sein die Strecke von 6250m von 1400m nach Roussies auf 2100m zu überbrücken.
Dann wird ein Dauertest für voraussichtlich zwei Jahre durchgeführt werden. Eventuell müssen Anpassungen erfolgen. In dieser Zeit wird der Schafstall in Roussies zum Notfallbiwak ausgebaut und die Rettungsteams werden zusammengestellt.
Die nötigen schriftlichen Erlaubnisse haben wir den Mitgliedern des Alpenvereins in Kopie überreicht.
Hr. Badogiannis erklärte, dass die Samaria Schlucht seit etwa sechs Monaten durch die Firma Cosmote GSM-funkmäßig erschlossen sei.
Auf meine Frage was wäre wenn ein Verunfallter kein Mobiltelefon mit sich führen würde, wussten die Teilnehmer keine Antwort.
Also wäre eine unabhängige Notrufeinrichtung weiterhin notwendig sagte ich. Alle Anwesenden zeigten sich sehr interessiert und wollten eine Diskussion mit den Vereinsmitgliedern anstreben.
Unsere Vorschläge wurden wohlwollend begrüßt.
Weitere Kooperationen z.B. mit dem Alpenverein Deutschland, Schweiz und Österreich sollen angestrebt werden. Krankenkassen sollen kontaktiert werden um die Kostenübernahme der Bergungen sicher geklärt zu wissen. Die Retter müssen versichert und professionell ausgebildet werden. Entsprechendes Rettungsequipment muß beschafft werden. Vereinbarungen mit Hubschrauberchartergesellschaften müssen getroffen werden.
Es gibt noch sehr viel zu tun, alle Beteiligten wissen das und sind überzeugt, dass sie das schaffen werden.
Weitere konstruktive Treffen werden stattfinden.

