Nachdem wir jetzt durch unsere Tests festgestellt haben, dass es an einigen wenigen Stellen am Berg tatsächlich ein GSM-Signal gibt, können wir es dort nutzen und an die Notruf- und Rettungsstation weiterleiten. Dort werden wir es dann über eine permanent Verfügbare Notrufeinrichtung für den in Not geratenen Bergwanderer in ca. 2100m Höhe zur Verfügung stellen.

Den Ort haben wir ausgesucht, weil er ein Knotenpunkt von verschiedenen Wanderwegen ist. Zudem besteht hier ein kleiner Unterstand für Tiere. Ein Unterstand ist deshalb vonnöten da es auch nach einer Notrufmeldung bis zu 10 Stunden dauern kann bis Retter an den Platz kommen an dem sich der Verunfallte befindet. Meistens passieren diese Unfälle ja bei schlechtem Wetter und daher ist so ein Unterstand überlebenswichtig.
Dieser Notbiwak und die Notrufeinrichtung bilden nur eine erste Stufe der Rettungskette ab. Auch soll diese Einrichtung auf Tauglichkeit und Nachhaltigkeit erst mal für zwei Jahre getestet werden. Danach sollen Verbesserungen folgen bevor die Einrichtung an die verantwortlichen Stellen übergeben werden. In der Zwischenzeit wird an den weiteren Stufen der Rettungskette gearbeitet. Dazu ist die Zusammenarbeit mit den Verwaltungsbehörden, den Feuerwehren, dem Bergsportverein Chania und weiteren privaten Unterstützern nötig.
Das Projekt mündet nun in eine zweite Phase in der die verschiedenen Interessengruppen (hauptamtliche und ehrenamtliche Retter) informiert und miteinander verknüpft werden müssen.

Vielschichtige Vorbehalte und Bedenken müssen in vielen Gesprächen ausgeräumt und zu konstruktiven Aufgaben formuliert bzw. definiert werden. Das erfordert sehr viel Zeit die wir gerne einbringen.
Das anfängliche Argument, wir würden ja gerne aber haben weder das Know-How noch die Mittel zählt nun nicht mehr. Jetzt kommen allerdings andere Vorbehalte wie Vandalismus und Bürokratie ins Spiel. Auch das kann überwunden werden benötigt aber viel Geduld und Muse.
Wir werden weiter berichten…


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